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Dr. Dr. Groisman

Spezialisiert im Bereich Dysgnathie

dsygnathie

dysgnathiebehandlung

Funktionell-ästhetische Dysgnathiechirurgie

Im Verlauf unserer langjährigen klinischen Ausbildung und Erfahrung haben wir uns auf individuelle Behandlungsstrategien nach wissenschaftlich gesicherten und bewährten Methoden spezialisiert. Da es sich bei der Dysgnathiechirurgie immer um eine Operation im Gesichtsbereich handelt, muss auch die Gesichtsästhetik berücksichtigt werden. Aus diesem Grund legen wir neben dem eigentlichem Ziel, nämlich eine regelrechte Verzahnung herzustellen, einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Kiefergelenksfunktion und die Gesichtsästhetik.

Wir stellen Behandlungskonzepte für Sie verständlich, transparent und strukturiert dar. Außerdem sorgen wir für eine zeitnahe Abstimmung und Korrespondenz mit Ihrer Kieferorthopädin/Ihrem Kieferorthopäden.

Was ist Dysgnathie?

Dysgnathie ist ein Fehlbiss, bei dem eine Kieferfehlstellung (etwa ein langer Unterkiefer mit großem Kinn, eine Unterkieferrücklage mit fliehendem Kinn oder ein zu kleiner oder großer Oberkiefer) mit einer Zahnfehlstellung einhergeht. Eine Dysgnathie entsteht infolge von Wachstumsstörungen, seltener hat sie traumatische oder entzündliche Ursachen.

Das Ausmaß eines Fehlbisses wird erst beim Zubeißen ersichtlich (offener Biss, veränderter Überbiss, Kreuzbiss).

Bei der Korrektur eines Fehlbisses handelt es sich in den meisten Fällen um eine kieferorthopädisch-kieferchirurgische Kombinationsbehandlung, wobei der Kieferorthopäde die Zahnfehlstellung mit einer festsitzenden Spange korrigiert und wir die Kieferverlagerungsoperation durchführen. Dadurch wird die außerordentlich enge Zusammenarbeit mit Ihrer Kieferorthopädin/Ihrem Kieferorthopäden unabdingbar. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, ein Gleichgewicht zwischen Form und Funktion herzustellen durch:

  • optimale Verzahnung (Okklusion)
  • optimale Beißfunktion (Artikulation)
  • funktionelle Balance zwischen Kiefergelenken und Kaumuskulatur
  • harmonisierte Gesichtsästhetik
  • Langzeitstabilität des Behandlungsresultates

Eine Verbesserung der Form führt zur Verbesserung der Funktion und eine verbesserte Funktion führt zur Stabilisierung der Form.

Zusätzliche Informationen

Folgende Beschwerden können bei einer Dysgnathie auftreten:

  • Kiefergelenksbeschwerden mit Kaumuskelüberlastung (Myoarthropathie)
  • Knirschen und Pressen (Bruxismus) mit Abnutzung der Zähne (Abrasionen)
  • unzureichende Abbeißfunktion
  • Zahnfleischrückgang (Rezessionen)
  • Zahnwanderung oder Zahnlockerung
  • überwiegende Mundatmung durch eingeschränkte Nasenatmung, dadurch häufiges Austrocknen der Lippen (trockenes, sprödes und entzündetes Lippenrot) und der Mundschleimhaut (Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen, Karies und Infekte im Mund-Rachenraum)
  • ausgeprägtes Schnarchen

Die oben genannten Beschwerden sind mit dafür typischen Gesichtsmustern verbunden:

  • Gesichtsskoliose (Gesichtsasymmetrie)
  • langes Gesicht (long face)
  • kurzes Gesicht (short face)
  • flaches Mittelgesicht (dish face)
  • auffällig große Nase (Großnasenprofil) mit ausgeprägten Nasolabialfalten
  • kleine Oberlippe mit wenig Lippenrot
  • zu lange Zähne mit viel sichtbaren Zahnfleisch im Oberkiefer (gummy smile)
  • aufgehobener Lippenschluss in Ruhe (Lippenschlussinsuffizienz)
  • nicht sichtbare Oberkieferzähne, die von der Oberlippe vollständig verdeckt werden
  • zu große Unterlippe
  • fliehendes oder großes Kinn
  • ausgeprägte Kinnfalte (Submentalfalte)

Häufig besteht zudem eine Überaktivität der mimischen Muskulatur:

Durch das Zusammenpressen der Lippen entsteht ein verkniffenes Aussehen im Lippen-Kinn-Bereich mit Gewebezunahme in der Kinnregion (Vergrößerung des Kinnmuskels)

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Nicht selten liegt auch eine Überaktivität der Kaumuskulatur vor:

  • Vergrößerung der Muskelmasse mit Konturveränderung des Kieferwinkels (breite Kieferwinkel)
  • Spannungsgefühl in Wangen- und Ohrregion
  • in manchen Fällen ist die Zungenfunktion und Aussprache negativ beeinflusst
  • in Ruhe liegt die Zunge im Unterkiefer, statt am Gaumen
  • die Zungenfunktion ist durch die verkleinerte Mundhöhle eingeengt und presst ständig gegen die vorderen Zähne, dadurch wird die Aussprache undeutlicher (lispeln) und es kommt zu Zahnverschiebungen bis hin zum offenen Biss

Alle diese Symptome werden vom Betroffenen sowie von Außenstehenden unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Am häufigsten fallen schiefe Zähne sowie Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke und Kaumuskeln auf.

Der ideale Behandlungszeitpunkt für eine Kieferverlagerungsoperation liegt in der Regel unmittelbar nach dem Wachstumsabschluss. So kann den genannten Beschwerden vorgebeugt werden. Mit der kieferorthopädischen Vorbehandlung kann allerdings schon früher begonnen werden. Eine Behandlung im Erwachsenenalter folgt dem gleichen Konzept. Bei bereits entstandenen Folgeschäden (etwa Kiefergelenksveränderungen und Zahnabnutzung) ist eine Behandlung ebenfalls sinnvoll, um die Funktion zu verbessern und damit den schädigenden Einfluss der Dysgnathie abzustellen oder ein Fortschreiten zu verhindern.